Lauterbach Coaching | Mehr Lächeln, weniger Stress. Auch ein künstliches Lächeln ist erholsam. Johannes Lauterbach. Gesundheitscoach in Berlin.
Mehr Lächeln, weniger Stress. Freudehormone fressen Kampfhormone. Jedes Mal wenn wir uns zwingen, 60 Sekunden lang den Mund zum Grinsen zu verziehen, denkt unser Körper, es ginge ihm gut und unser Gehirn produziert Freudenhormone.
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Tipp: Lächeln hilft bei Stress

Tipp: Lächeln hilft bei Stress

Freudehormone fressen Kampfhormone – eine Kernbotschaft von Vera F. Birkenbihl in ihren Vorträgen. Die 2011 verstorbene Motivationstrainerin beschrieb damit, was passiert, wenn wir nach einem stressigen Erlebnis lächeln. Verziehen wir danach 60 Sekunden lang den Mund zum Grinsen, denkt unser Körper, es ginge ihm gut und das Gehirn produziert Freudehormone. Dabei ist es entscheidend, 60 Sekunden am Stück zu grinsen, so Birkenbihl. 6-mal 10 Sekunden seien nicht ausreichend. Den gleichen Effekt erreichen wir übrigens auch, wenn wir 15 Sekunden echt und herzhaft lachen.

Lächeln unterstützt die körperliche und seelische Erholung nach Stress und Belastungen. Zu diesem Ergebnis kommt auch ein Forschungsteam um Sarah Pressmann, Professorin für Psychologie und Sozialverhalten an der Universität von Kalifornien. In dem Experiment wurden rund 170 Proband*innen richtig gestresst: Zunächst wurden sie mit einer schwer lösbaren Grafikaufgabe stark unter Druck gesetzt. Anschließend mussten sie eine Minute lang eine Hand in Eiswasser tauchen. Körperlicher Stress folgte also mentalem Leistungsdruck. Erst danach gab es eine 5-minütige Erholungsphase. Während des gesamten Experiments waren die Teilnehmer*innen an einen Monitor angeschlossen, der ihre Herzfrequenz und damit ihr Stressempfinden aufzeichnete. Das Ergebnis: Die lächelnden Teilnehmer*innen erholten sich schneller vom Stress als solche mit neutralem Gesichtsausdruck.

Das Lächeln bewirkt eine positive Rückkopplung zwischen Gesichtsmuskulatur und Gehirn. Das Signal lautet: „Ich fühle mich gut”. Freude- und Glückshormone werden ausgestoßen und wir beruhigen uns.

Das Experiment zeigte zudem, dass sich auch ein aufgesetztes Lächeln lohnt. Ähnlich wie ein echtes Lächeln beschleunigt es die Erholung nach einer stressigen Erfahrung.

Wer regelmäßig lacht oder lächelt, lebt nicht nur gesünder, sondern kann sich auch immer wieder selbstständig aus der Stressfalle befreien. Allerdings gilt dies nur für die Erholung von kurzfristigem Stress. Ist der Körper erst einmal von chronischem Stress gebeutelt, hilft das Vortäuschen von freudigen Emotionen nicht mehr. Aus diesem Grund ist es wichtig, frühzeitig gegenzulenken und im Alltag bewusst Verschnaufpausen zu machen.

Tipp: Der buddhistischer Mönch Thich Nhat Hanh empfiehlt in seinem Buch Ich pflanze ein Lächeln,  immer wieder bewusste Atempausen im Alltag zu machen und dabei folgende Sätze (innerlich) zu sagen: „Beim Einatmen schenke ich mir Ruhe. Beim Ausatmen lächle ich.“

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