Lauterbach Coaching | Was wir über uns denken, leben wir. Stress durch die eigene Legende. Tipps vom Gesundheitscoach.
Gönne dir am Tag immer wieder kurze Pause, setze bewusst die unruhestiftende „Gut-Schlecht-Rasterbrille“ ab und genieße die Augenblicke, in denen du nicht in den Widerstand gehst und das Leben einfach so nimmst, wie es ist.
Achtsamkeit, Stress, Stressbewältigung, Entspannung
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Stress durch die eigene Legende

Stress durch die eigene Legende

Schon früh als Kind entwerfen wir uns als Person. Wir entwickeln, unterstützt durch unsere Eltern und andere Bezugspersonen, eine Idee von uns selbst. Im Laufe der Jahre kommt dabei eine stattliche Anzahl von Überzeugungen, Rollenmustern und Glaubenssätzen zusammen, mit denen wir uns identifizieren und nach denen wir leben. Wir werden mehr und mehr zum Ergebnis unserer Gedanken und (Wert)Vorstellungen.

Wenn ich beispielsweise über mich denke: „Ich bin etwas schüchtern. Mehr ein Typ für die zweite Reihe. Geld ist mir nicht so wichtig. Ich brauche meine Freiheit und lebe deshalb auch allein“ – dann werde ich in dieser Bandbreite meiner selbst geschaffenen Legende leben und handeln. Denn die Aussagen, die ich über mich verinnerlicht habe, gehören fest zu meinem Koordinatensystem, an dem ich mich orientiere. Das heißt, ich bin wahrscheinlich auch im wirklichen Leben eher schüchtern, lebe allein und bin beruflich nur bedingt erfolgreich. 

Ich bin das, was ich glaube, was ich bin – und folgerichtig versuchen wir unser Selbstbild durch Urteile und Vorurteile zu stützen und zu schützen. Wir scannen und filtern unsere Wirklichkeit und teilen das Erlebte ein in: gut oder schlecht, schön oder hässlich, erlaubt oder nicht erlaubt, richtig oder falsch etc. Wir sind immer darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten und wollen uns nicht überraschen lassen. Am liebsten soll alles so sein und bleiben, wie wir es gerne hätten. Schöne Momente wollen wir festhalten und blenden so die Dynamik des Lebens aus. Wir suchen im Außen nach Ruhe und Glück und stehen unter ständiger Anspannung. Dieser Zustand ermüdet und erschöpft uns. 

Dabei ist die Ruhe, die wir zum Teil so verzweifelt suchen, in uns – und sie ist grenzenlos. Wir brauchen nur unsere Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Unsere inneren Stimmen beruhigen sich, der Gedankenlärm wird leiser und Neues und Schönes kann entstehen. In diesen Momenten der Ruhe sind wir kein Opfer unserer eigenen Legende, sondern kommen in Kontakt mit unserer Seele.  

Tipp: Gönne dir am Tag immer wieder kurze Pausen, setze bewusst die unruhestiftende „Gut-Schlecht-Rasterbrille“ ab und genieße die Augenblicke, in denen du losläßt, nicht in den Widerstand gehst und das Leben einfach so nimmst, wie es ist.