Lauterbach Coaching | Positive Erfahrungen verändern das Gehirn. Lauterbach Coaching in Berlin
Jedes Ereignis – egal ob positiv oder negativ – hinterlässt bei uns seine Spuren – auch in unserem Kopf. Studien zeigen, dass sich Optimismus und Positivität ebenfalls trainieren lassen.
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Positive Erfahrungen verändern unser Gehirn

Positive Erfahrungen verändern unser Gehirn

In unserem Alltag passieren die unterschiedlichsten Dinge. Jedes Ereignis – egal ob positiv oder negativ – hinterlässt bei uns seine Spuren – auch in unserem Kopf. Wobei positive und negative Dinge an unterschiedlichen Stellen im Gehirn abgespeichert werden. Problem dabei: Unser Gehirn hat von Natur aus eine Vorliebe für das Negative. Denn mal ehrlich, woran erinnern wir uns am Feierabend? An die 20 Dinge, die gut gegangen sind, oder an die eine Sache, die schlecht gelaufen ist? In aller Regel wohl doch an die eine Sache, die nicht gut gelaufen ist – oder?!

Studien haben dazu u.a. Folgendes herausgefunden:
– Unser Gehirn reagiert im Allgemeinen stärker auf einen negativen Reiz als auf einen gleichermaßen intensiven positiven Reiz.
– Wir lernen in der Regel mehr aus Schmerz als aus Freude – Haben wir uns einmal verbrannt, sind wir in Zukunft doppelt vorsichtig.
– Schmerzvolle Erfahrungen werden viel leichter erinnert als erfreuliche.
– In einer Beziehung braucht es im Allgemeinen fünf positive Interaktionen, um eine negative Interaktion auszugleichen.

Der amerikanische Neurowissenschaftler Rick Hanson sagt dazu: Unser Gehirn ist wie Glatteis für positive Ereignisse. Die Ereignisse kommen an, werden durchlebt, sind im Gehirn, werden erfahren und wenn sie vorbei sind, gleiten sie ab, wie ein Schlittschuhfahrer auf der Eisbahn. Soll heißen: Die schönen Ereignisse sind dann einfach wieder weg.

Dagegen, so Hanson, ist das Gehirn für negative Ereignisse wie ein Klettverschluss. Das bedeutet: Negative Ereignisse kommen an, werden registriert und wahrgenommen, sie werden festgehalten und dann abgespeichert – abrufbar für die Zukunft.

Denken wir nun oft negativ, bilden sich in unserem Gehirn regelrechte negative Gedanken-Autobahnen, die automatisch von unseren Gedanken-Autos befahren werden. D.h., Pessimisten erzeugen eine Negativspirale, die dafür sorgt, dass sie die Welt und ihr Umfeld als schwierig erleben. Sie denken oft negativ, erleben Situationen eher angstbesetzt oder gehen mit einem Filter durch die Welt und nehmen verstärkt negative Inhalte wahr.

Die gute Nachricht: Dieser Mechanismus funktioniert auch andersherum. Studien zeigen, dass sich Optimismus und Positivität ebenfalls trainieren lassen. Voraussetzung dafür ist Achtsamkeit.

Z.B. können wir gute Sachen in unserem Leben nicht nur kurz bemerken und dann gleich wieder weiter hasten – sondern wir nehmen das Positive – und sei es noch so klein und unscheinbar – als sinnliche Erfahrung auf und speichern es so in unserem Gehirn ab. Vor dem Einschlafen können wir dann die positiven Ereignisse des Tages noch mal erinnern und uns dafür bedanken. Dankbarkeit stärkt immer das Positive in unserem Leben.

Mehr zu dem Thema in dem Buch „Denken wie Buddha“ von Rick Hanson.